Ich bin wach mitten in der Nacht um vier, da ich an dich denken muss. Mir geht es nicht gut. Auch, wenn es nicht so aussieht. Ich leide sehr, jedoch lasse ich mir nichts anmerken. Wenn mich jemand fragt wie es mir geht, sage ich "gut danke" doch ich habe es nicht einmal so gemeint. Manchmal ist schreiben besser als reden. Dann muss ich nicht erklären, was los ist. Es würde sowieso niemand verstehen, also schweige ich, bin alleine, innerlich. Ich hänge mit meinem Freunden ab, aber eigentlich hab ich niemanden. Niemanden, der mich versteht oder der es würde. Niemand, der mir helfen kann, denn mit meinem Problem bin ich allein. Niemand kann mir helfen. Ich kann Monate lang nicht mehr richtig schlafen. Warum? Möchte ich nicht sagen, es würde mich eh keiner fragen. Außerdem kann man mir nicht helfen, denn ich bin das Problem. Ja und jetzt, jetzt steh ich hier an meinem Fenster und schaue nach draußen. Mein Zimmer ist dunkel, die Welt in mir und die Welt da draußen auch. Die Sterne funkelten hell. Es war wie ein kleines Zeichen. Perfekt! Die Dunkelheit ist mein Freund geworden. Andere hatten Angst vor ihr, doch ich habe dann etwas, wo ich mich wiederfinden kann. Nämlich mich selbst.
(geschrieben: 23. Dezember 2015)