Das war eine lange Zeit ein Spruch, den ich wirklich mochte. Er gab meine Situation ein Stück weit wieder, konnte meine Problematik spiegeln. Es ist vergleichbar mit nicht ausgenutztem Potenzial, Dinge die nicht ausgesprochen werden, Tatsachen, die verdrängt werden. Ein Ausweg von mir selbst hin zu einem Ideal von mir selbst, das ich nie erreichen werde. Es gibt aber auch eine gewisse Magie, die davon ausgeht: eine Traumwelt, etwas Übernatürliches, das nie passieren wird, aber dennoch die Hoffnung für dieses Ereignis aufrecht erhält. Wenn man von diesem Spruch ausgeht gibt es keinen Ist-Zustand. Es gibt nur das was nah ist, aber nicht da, und das was weit entfernt ist, aber nicht weg. Ein vielleicht. Ein Ich-weiß-es-nicht. Aber es gab mir auch Hoffnung für all das was würde sein können, was hätte sein können. Aber es wird nie sein können und es ist nie gewesen. Also ist mein Blick immer nur in den Nebel gerichtet. Ein Nebel, der mir Sicherheit gibt und mir Möglichkeiten verwehrt. Ich brauche Klarheit, doch die will ich nicht. Ich möchte noch nicht abschließen, ich möchte noch nicht vertrauen, ich möchte noch nicht frei sein. Tatsächlich war das, was mir Sicherheit und Hoffnung gegeben hat ein Hindernis. Ich habe mir die Freiheit verwehrt die Person zu werden, die ich bin.